Stadtwerke Flensburg GmbH

Flensburg, Deutschland – Neue integrierte Leitstelle mit modernster KVM-Technik, sowie die Zusammenlegung dreier Leitstellen auf Basis eines einheitlichen Bediensystems.

Kunde

Die Stadtwerke Flensburg sind ein Versorgungsunternehmen mit Sitz am Flensburger Hafen. Das Unternehmen ist in den Geschäftsbereichen Elektrizitäts-, Fernwärme-, Wasser- und Industriegasversorgung tätig. (Abgaben 2015: Strom 1.498,1 Mio kWh, Fernwärme 928,8 Mio. kWh, Wasser 4.9 Mio m3)

Als Grundversorger beliefern sie in der Region Flensburg, Glücksburg und Harrislee rund 55.000 Haushalte und Unternehmen mit Strom, den sie im eigenen modernen Kraftwerk in umweltschonender Kraft-Wärme-Kopplung produzieren. Alle Kunden im Netzgebiet werden seit 2012 atomstromfrei versorgt. Bundesweit beziehen sogar weitere 145.000 Kunden ihren Strom von den Stadtwerken in Flensburg. Weiterhin versorgen sie 98% aller Haushalte in der Region mit umweltschonender Fernwärme – eine der höchsten Abdeckungsdichten weltweit. 

 

Herausforderung

Als innovativer und umweltbewusster Energieversorger beschlossen die Stadtwerke Flensburg im Jahr 2011 den Umbau und die Erweiterung ihres Heizkraftwerkes. Das Grossprojekt «Kessel 12», das aus verschiedenen Teilprojekten bestand, wurde 2016 fertiggestellt. Eines der Teilprojekte davon war eine neue Zentralwarte. In der Vergangenheit unterhielten die Stadtwerke zur Fernwärme- und Stromversorgung drei Schaltwarten, um die komplexen Anlagen zu steuern. Im Zuge der Neugestaltung sollte die gesamte Steuerungstechnik modernisiert und die bisherigen drei Warten auf eine Zentralwarte zusammengelegt werden. 

Sämtliche Rechner und Systeme in den bisherigen drei Warten waren in der Vergangenheit bereits über einfache Punkt-zu-Punkt Verbindungen in zentrale Serverräume abgesetzt worden. Durch die Vielzahl an unterschiedlichen Systemen wäre es jedoch auch durch eine Zusammenlegung der Warten nicht handhabbar geworden, die immense Anzahl an Quellen ergonomisch und effizient zu steuern. Neben den unzähligen Punkt-zu-Punkt Kabelverbindungen wäre noch eine viel zu hohe Anzahl an Monitoren und Eingabegeräten am Arbeitsplatz dazugekommen. Alles zulasten einer sicheren, ergonomischen und effizienten Arbeitsweise. 

Die Herausforderung bestand darin, eine zentrale Leitstelle zu schaffen, in der sämtliche Systeme auf einer Plattform integriert werden. Die Anwender sollten, abhängig von der Berechtigungsstufe bzw. dem Arbeitseinsatzgebiet, mittels einer einzigen multifunktionalen Tastatur sämtliche Systeme schnell und intuitiv steuern können. Zur zusätzlichen Visualisierung sollte je Geschäftsbereich eine Grossbildanzeige vollständig integriert werden. Die Lösung sollte so flexibel sein, dass im Bedarfsfall eine gegenseitige Unterstützung der Mitarbeiter gewährleistet wird – auch arbeitsplatzübergreifend. 

Download

Hier können Sie die Beschreibung des Cases herunterladen:

Case

Facts & Figures

WEYTEC distributionPLATFORM

Zentrale Leitstelle

  • 12 Arbeitsplätze 
  • 15 Multifunktionale Tastaturen MK06 (3 Arbeitsplätze à 2 Tastaturen)
  • ca. >100 Quellen
  • 2x2 Videowall 
  • 2x4 Videowall
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Lösung

Für diese anspruchsvolle Umgebung hat WEY Technology eine einheitliche Lösung auf Basis der WEYTEC distributionPLATFORM Technologie implementiert. Sämtliche Rechensysteme befinden sich in sicheren und gekühlten dezentralen Serverräumen. Die Punkt-zu-Punkt Verbindungen wurden eliminiert und sämtliche Systeme mit der WEYTEC distributionPLATFORM verbunden. Dadurch wurde es möglich, alle Rechner sicher und latenzfrei an jeden definierten Arbeitsplatz zu schalten. Die Quellen bzw. Systeme können einzeln oder gemeinsam genutzt werden. 

Zur zusätzlichen Visualisierung wurden eyevis Videowände mit Controllern bereitgestellt, welche ebenso vollständig in die WEYTEC distributionPLATFORM eingebunden sind. Sämtliche Quellen und Systeme können so über eine einzelne multifunktionale MK06 Tastatur gesteuert und durch einfachen Tastendruck auf jedem Bildschirm oder der Videowand angezeigt werden.

Neben den Operatoren-Stationen wurden auch sämtliche Server-/Engineering-Stationen in eine separate Abteilung ausgelagert. Wo früher Programmierer in den stark runter gekühlten Serverräumen Systemanpassungen vornehmen mussten, können sie heute bequem von ihrem neuen modernen Systemraum auf sämtliche Quellen und Systeme zugreifen. 

Vorteile

Die Stadtwerke Flensburg profitieren nun von einer vollständig integrierten Leitstelle, welche sich auf dem neuesten Stand der Technik befindet. Die Zusammenführung der drei Warten bietet für die Region ein Höchstmass an Versorgungssicherheit. Alle Anlagen werden auf koordinierte Art und Weise zentral überwacht und gesteuert. Eingriffe können besser abgestimmt werden und im Bedarfsfall ist eine Unterstützung im Team auf moderne Weise gewährleistet.

In einem solch umfangreichen Projekt wie «Kessel 12» gibt es auch während der Umsetzung eine Vielzahl von Situationen, die Änderungen mit sich bringen und die zu Beginn der Entscheidung noch nicht absehbar sind. So wurde z.B. die Anzahl der zu integrierenden Rechner stetig nach oben verändert, was jedoch mit der WEYTEC Lösung, die IP basiert arbeitet, problemlos auch im Nachhinein möglich war. Das Redundanzkonzept gewährleistet für die gesamte Anlage eine Ausfallsicherheit und somit eine Versorgungssicherheit für die Region, was einen grossen Vorteil der WEYTEC Lösung darstellt.

Ron Christiansen
Projektleiter Anlagenbau